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Das Film-Rohmaterial – der Dreh: Sitzt man nach einem Urlaub zu Hause und zeigt seinen Bekannten  und Verwandten Fotos so erzählt man die Geschichten zu den Fotos dazu, welche Geschichte dieses Gebäude hatte, warum das Foto Unter- oder Überbelichtet ist, wo man nach der nächsten Hausecke hinkommt, wer in diesem Lokal schon einmal …... Im Gegensatz dazu soll das Video die Geschichte selbst erzählen. Im TV wird ja auch nicht alle paar Minuten der Film gestoppt und erklärende Bemerkungen dazu gesprochen. Somit muss man sich schon vor der Aufnahme im Klaren sein, was man mit dem fertigen Film dann erzählen will, wie die Handlung sein soll, was in den Mittelpunkt gerückt werden soll, die durchfahrene Landschaft, den Verkehr, die Sonneneinstrahlung und auch die Befindlichkeiten der Sozia berücksichtigen. Filmen ist wie dreidimensionales Fotografieren. Wer unterwegs Fotos schießt, dem genügt es oft kurz anzuhalten, eine korrekte Belichtung und Einstellung zu finden und einen spannenden Bildausschnitt. Beim Filmen kommt noch die dritte Dimension Zeit dazu. Zumeist wird der Film einen Motorradurlaub- oder Ausflug zum Thema haben. Also sollte ich mir vorher überlegen, wo ich die Kamera einschalte und welche Einzigartigkeit ich dort erzählen kann. Nichts ist frustrierender als die Kamera eine halbe Stunde mitlaufen zu lassen und dann beim Nachbearbeiten des Materials drauf zu kommen, dass der Film nicht das zeigt was ich ausdrücken möchte. Vorweg, wer in Gruppen unterwegs ist sollte jedenfalls vor Antritt der Reise mit den übrigen Teilnehmern das Thema „Filmen“ absprechen. Nicht jeder Motorradfahrer hat Verständnis dafür, dass alle 15 min. eine Pause zum Ein- oder Ausschalten der Kamera eingelegt wird. Wenn ich Filme, bin ich zumeist alleine unterwegs. Dann kann ich notfalls den Pass nochmals fahren und die die gewünschten Aufnahmen machen. Notfälle kann es genug geben, der Akku war leer, die Karte war voll, der Verkehr auf der Straße war zu stark, der größte Teil der Strecke wurde mit Gegenlicht befahren, sodass der Film sehr unschön dunkel geworden ist und vieles mehr. Passstraßen haben die Eigenschaft dass sie sich in schlangenform einen Berg hinauf- oder hinunter schlängeln. Denken wir nur an die Flanken des Stilfser Jochs. Will ich nun die Fahrt auf das Stilfser Joch filmen, muss mir klar sein, dass es immer wieder zu Gegenlichtaufnahmen kommt. Auf dem fertigen Film werden sich daher Licht- und Dunkelszenen abwechseln. Um ein Vielfaches verstärkt wird dieser Effekt, wenn die Fahrbahn nass ist. Durch die Nässe der Fahrbahn entstehen Lichtverhältnisse mit welchen die Kameras kaum umgehen können. Will ich, wie bei meinen Videos von der Alpenpässeliste die Strecke und die umliegende Landschaft zeigen, werde ich versuchen die typischen Verhältnisse einer bestimmten Strecke möglichst transparent einzufangen. Ist meine Absicht allerdings das Motorradfahren darzustellen, werden am fertigen Film viele kurze Sequenzen zusammengeschnitten sein müssen. Die Anforderung ist somit, viele Aufnahmen mit unterschiedlichen Blickwinkeln und Einstellungen zu produzieren. Da kann es schon vorkommen, dass ich mich einen halben Tag lang auf einer Strecke von vielleicht 15 Kilometern bewege und zwischendurch immer wieder die Kameraposition verändere. Sehr verbreitet ist die Praktik, zwischen Filmsequenzen Fotos auf dem fertigen Film zu zeigen. Fotos haben die Eigenschaft, dass sie ein stillstehendes Bild zeigen. Selbst eine Filmsequenz mit einem feststehenden Bild, bei dem sich aber die Blätter der Bäume bewegen hat mehr Wirkung auf den Zuschauer als ein Foto. Sehr gut machen sich auf dem fertigen Video Szenen auf welchen das fahrende Motorrad (hoffentlich mitsamt dem Fahrer) zu sehen sind. Eine Szene einer Brücke mit schöner Alpenlandschaft im Hintergrund und den Fluss im Vordergrund. Solche Szenen wirken sich mit ca. 5 bis 10 sec. auf dem Film aus, erfordern jedoch eine gehörige Latte Zeit um sie einzufangen. Geeignete Position suchen, Kamera mit Stativ (so überhaupt vorhanden), ansonst auf Steinen aufbauen, Einschalten, zurückfahren, über die Brücke, nochmals zurück um die Kamera wieder abzuholen (hoffentlich ist sie noch da) und wieder am Motorrad zu montieren. Für so eine Aktion geht leicht einmal eine halbe Stunde drauf. Wie gesagt, es kommt immer darauf an was der fertige Film zeigen soll.
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